Wiederaufbau als archäologischer Rekonstruktion
Die Fassade des Stallhofes schmückt der 102 Meter lange Fürstenzug. Er stellt die Nachbildung eines Wandfrieses der Ahnenreihe der sächsischen Herrscher auf Meißner Porzellanfließen dar. An ihm entlang gelangt man vom Theaterplatz zum Neumarkt.
Hier befindet sich die ein Meisterwerk des europäischen Barock, die Frauenkirche. Sie bildet den Höhepunkte des protestantischen Kirchenbaus in Sachsen.
Unter der Leitung des Dresdner Baumeisters George Bähr war der monumentale Zentralbau in Form einer steinernen Glocke zwischen 1726 und 1743 errichtet worden. Im Februar 1945 wurde die Kirche in Folge der Bombenagriffe zerstört und die Trümmer wurden zum Mahnmal gegen Krieg und Zerstörung.
1990 gründete sich dei Gesellschaft zur Förderung des Wiederaufbaues der Frauenkirche Dresden e.V. und sammelte Spenden, so dass 1993 mit dem Wiederaufbau begonnen werden konnte. Dabei werden, soweit möglich, im Rahmen der archäologischer Rekonstruktion die alten Steine wieder an ihren ursprünglichen Platz eingesetzt.
Die Unterkirche wird bereits seit dem Jahrtausendwechsel 2000/2001 wieder für Gottesdienste und Konzerte genutzt und kann im Rahmen von Führungen besichtigt werden. Die Glocken der Frauenkirche ertönen seit dem Pfingstfest 2003 wieder. Zum 800. Geburtstag Dresdens im Jahre 2006 soll der Wiederaufbau abgeschlossen sein.
Bis 1945 war die Frauenkirche von dicht bebauten Häuserzeilen umgeben, deren Grundmauern heute zum Teil freigelegt werden.
Hinter der Kirche wurde das Coselpalais orginalgetreu wieder aufgebaut und bietet einen Eindruck von der früheren Pracht. Heute beherbergt es ein gemütliches Cafe, das zum Verweilen einlädt.
Die Gräfin Cosel war übrigens eine der zahlreichen Mätressen August des Starken, mit der er einen Sohn hatte.