Dass Chile, der Staat mit der eigentümlichen geographischen Gestalt (bei einer durchschnittlichen Breite von 200 Kilometern 4.000 Kilometer lang!) im Erdbebengürtel unserer Erde liegt, wurde an einem frühen Samstag (27. Februar) des Jahres 2010 noch einmal deutlich, als eines der schwersten jemals gemessenen Erdbeben (Stärke 8,8!) das südamerikanische Land erschütterte – viele Menschen wurden dabei in den Tod gerissen und ein Tsunami folgte ebenfalls kurz nach dem Beben.
In der Tat gilt Chile, darauf weist auch das Auswärtige Amt hin, als ein erdbebengefährdetes Land: “Es muss in Chile immer mit unvorhersehbar einsetzender tektonischer und vulkanischer Aktivität gerechnet werden!” So ist der Vulkan Chaitén in der Region de los Lagos, dessen Ausbruch 2008 zur Evakuierung von ca. 8.000 Personen führte, weiterhin aktiv.
Auch der im Nationalpark Conguillío gelegene Vulkan Llaima in der Región de la Araucania bricht in unregelmäßigen Abständen aus, was immer wieder zu Evakuierungen wie auch der Schließung des Nationalparks führt. Infolge der Vulkanausbrüche muss dann mit Schlammlawinen und über die Ufer tretenden Flüssen gerechnet werden …
Freilich hat das Land Naturfreunden viel zu bieten: Infolge seiner riesigen Ausdehnung “beherbergt” Chile – wen wundert`s ? – auch zahlreiche Vegetationszonen und Landschaftsformen, über Steppen, Nebelwälder mit Baumfarnen und die Atacamawüste bis hin zu Weinbaugebieten. Nicht zu vergessen die chilenischen Anden, die mit die höchsten Gebirgszüge der Welt (etliche 6.000 er) stellen!
Leider kommt es in ganz Chile (insbesondere jedoch in der Innenstadt von Santiago, Bellavista, Valparaíso, Viña del Mar, San Pedro de Atacama, Temuco und Pucon) regelmäßig zu Rucksack- und Taschendiebstahl bei Touristen, immer häufiger auch unter Gewaltanwendung!
Einbrüche in Mietwagen sind keine Seltenheit …
Daher empfiehlt das Auswärtige Amt, in Busbahnhöfen, an öffentlichen Plätzen (auch am Strand!), in Restaurants, Cafés und Supermärkten das Gepäck nicht aus den Augen lassen. Bei Bus- und Metrofahrten muss man zudem damit rechnen, dass im Gedränge Handtaschen oder Rucksäcke aufgeschlitzt werden. Beliebt sei auch der Diebstahl von über Stuhllehnen gehängten Taschen. Besonders ärgerlich, wenn wichtige Reisedokumente darin waren: Pässe, Führerscheine, Flugtickets und Kreditkarten daher im Hotel verschließen und/oder sicher am Körper tragen!
In der Umgebung von Temuco (8. und 9. Region) kommt es zudem immer wieder zu gewaltsamen Ausschreitungen durch Mapuche-Indigene, gelegentlich werden dort auch Fahrzeuge angegriffen und Fernstraßen gesperrt. Die Polizei rät daher, nachts (ab 20 bis 8 Uhr ) keine Fernstraßen in der 9. Region und Umgebung zu befahren.
Im Fall eines Überfalls gilt: Niemals den Helden spielen, sondern defensiv verhalten.