Ecuador – eingedeutscht auch Ekuador geschrieben -, besitzt gut 270.000 Quadratkilometer Fläche. Das Land im Nordwesten Südamerikas (zu dem auch die berühmten Galapagos-Inseln gehören) mit seiner Hauptstadt Quito im Andenhochland hat landschaftlich einiges zu bieten: Das feucht-heiße Küstenland am Pazifik (Costa) und das ebenfalls “dampfende” Tiefland (Oriente). Dazu die Gebirgslagen, die verschiedene Klimazonen durchlaufen und natürlich Galapagos, die legendären, etwa 1.000 Kilometer (!) vom Festland entfernten Inseln. Mit rund 7.800 Quadratkilometern Fläche gelten die weit verstreuten Eilande als Naturwunder. Wie Hawaii, sind sie sehr jung und vulkanischen Ursprungs.
Im Grunde liegt ganz Ecuador, so das Auswärtige Amt, in einer Erdbebenzone und hat mehrere aktive Vulkane. In den letzten Jahren kam es dabei zu mehreren Eruptionen, die vorwiegend als Ascheregen auf das Land niedergingen. Derzeit gelten vor allem die Vulkane Tungurahua (Touristengebiet Baños), Sangay und Reventador als aktiv; der Vulkan Cotopaxi steht unter intensiver Beobachtung: “Reisende sollten sich daher stets zeitnah über die aktuelle Lage in den betreffenden Regionen informieren!”
Informationen zu Erdbeben und Vulkanaktivitäten – wenngleich in spanischer Sprache – können zum Beispiel auf der Internetseite des Instituto Geofísico – Escuela Politécnica Nacional, Quito-Ecuador abgerufen werden: http://www.igepn.edu.ec/.
Ein weiteres Problem stellt die zunehmende Kriminalität dar, die die Behörden mit Sorge beobachten. So müssen Touristen im gesamten Land (!) mit (bewaffneten) Überfällen rechnen; dies gilt nach Auskunft des Außenamtes auch für traditionell als sicher geltende Orte wie Ferienanlagen: “Die Täter schrecken vor Gewaltanwendung nicht zurück, so dass von Gegenwehr in jedem Fall abzuraten ist!”
Leider sind im Fall der Fälle weder eine ausreichende medizinische Behandlung noch die anschließende Strafverfolgung garantiert.
Als heikel (auch wenn in der letzten Zeit schwere Zwischenfälle zum Glück ausblieben) gilt auch und gerade die Sicherheitslage im Grenzgebiet zu Kolumbien, vor allem in der Provinz Sucumbíos, wo Entführungen und Aktivitäten bewaffneter Gruppen nicht auszuschließen sind, “und auch bei Überlandfahrten in den Provinzen Esmeraldas, Orellana und Napo sowie bei Besuchen der Stadt Santo Domingo und der Küstengegend in und um die Stadt Esmeraldas ist wegen des gestiegenen Risikos von Überfällen erhöhte Vorsicht geboten!”
Bedenken sollte man zudem, dass der Fahrstil nicht dem Mitteleuropas entspricht: Insbesondere Busse waren in der Vergangenheit häufig in schwere Unfälle verwickelt. – Fahrten in Überlandbussen sollten daher, zumal bei Nacht, möglichst vermieden werden!
Zu allem Überfluss entspricht auch die Behandlung in öffentlichen Krankenhäusern nicht der Deutschlands. Privatkliniken bestehen jedoch – und das selbst in Notfällen (!) – zumeist auf einer vorherigen Bezahlung: “Trotz der angebrachten Sicherheitsbedenken wird daher empfohlen, stets eine Kreditkarte mit ausreichendem Limit mit sich zu führen!”
Dem ungeachtet, hat das Land 12 Nationalparks zu bieten. Zudem wurden von der UNESCO die Galapagos-Inseln wie auch der Yasuni-Nationalpark (im östlichen Oriente) zu Biosphärenreservaten erklärt. Darüber hinaus gilt das Zentrum der Hautstadt als UNESCO-Weltkulturerbe.
Nicht zu vergessen die Inka-Ruinen wie auch der ungeheure Tier- und Pflanzenreichtum der Berg- und Regenwälder. Der Tourismus (der schon jetzt eine wichtige Einnahmequelle darstellt), könnte also d i e Chance für das Land sein!