Er ist der Wappenvogel der USA und daher auf dem Siegel der Vereinigten amerikanischen Saaten zu sehen. Tatsächlich ist, bzw. war, der Weißkopfseeadler über ganz Nordamerika weit verbreitet. Doch längst wurde er nach Alaska sowie an die Ost- und Westküste zurück gedrängt. In Kanada sind die stolzen Tiere, die sich an Seen und Flüssen besonders wohl fühlen, dagegen noch recht weit verbreitet. Hier jagen sie Fische und Wassergeflügel, wobei sich der König der Lüfte jedoch auch für ein Aasmahl nicht zu schade ist. Säugetiere werden nämlich nur selten angegriffen.
Mitunter werden die bis 6 Kilogramm schweren und gut 80 Zentimeter großen Greifvögel (die Flügelspannweite liegt bei rund 2 Metern!) auch in Zoos und Falknereien gehalten. So verfügt der Neunkircher Zoo seit 2003 über eine so genante Ökopädagogische Falknerei, die ein Subunternehmen des Tiergartens darstellt. Bei günstigen Wetterverhältnissen finden hier zweimal täglich – nämlich um 11 und um 15.30 Uhr -, kommentierte Vorführungen statt. Von den urig eingerichteten Tribünen aus können dann Adler, Falken, Eulen und viele weitere Greifvögel im freien Flug erlebt werden.
Das Beste: Auch außerhalb der Flugvorführungen sind Weißkopf-Seeadler, Zwergohreule, Europäischer Gänsegeier und Co. auf dem Hochplateau zu bewundern und dürfen auch fotografiert werden!

Der Weißkopfseeadler ähnelt stark "unserem" Seeadler, der in Eurasien in Gewässernähe wohnt! Foto: Hoffmann