“Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen!” So hat es der deutscher Dichter Matthias Claudius einmal geschrieben. Hoffentlich nur von schönen Dingen und Erlebnissen, nicht jedoch von Krankheiten. Fast schon ein typisches Reismitbringsel: “Montezumas Rache”. In diesem Zusammenhang weist das Auswärtige Amt darauf hin, dass die meisten Infektionskeime, die Durchfall hervorrufen, mit der Nahrung bzw. durch Getränke aufgenommen werden.
Hygiene und sauberes Essen wie auch einwandfreie Getränke sind daher nach wie vor die beste Prophylaxe. Vorsicht sei, so die Experten, vor allem bei Eiswürfeln, Speiseeis und Meeresfrüchten geboten. Generell gelten (natürlich auch in Abhängigkeit vom jeweiligen Reiseland) sämtliche nicht frisch gekochten Lebensmittel, dazu zählen auch Süßspeisen wie Pudding (!), als bedenklich. Zudem drohen, gerade in den Tropen (aufgrund des ständigen Wechsels zwischen klimatisiertem Hotel und schwüler Außenluft) Erkrankungen der Atemwege. Laut Auskunft des Auswärtigen Amtes sollte jede Reiseapotheke daher mit nicht-antibiotika-haltigen Halstabletten (Lutschtabletten) wie auch Nasentropfen bestückt sein: “Elektrolyte in Pulverform sowie Imodium® für den schmerzlosen, nicht blutigen Durchfall sollten ebenfalls dabei sein!”
Natürlich sollte jedem, nicht nur dem (Fern-)Reisenden, seine eigene Blutgruppe bekannt sein. Unverzichtbar ist auch ein Auslandskrankenschutz samt Reiserückholversicherung. Zudem sollte uns die lockere Urlaubsstimmung niemals leichtsinnig machen. Leider gang und gebe: Gut gelaunte Urlauber, die in Badelatschen (!) und ohne Schutzhelm auf Rollern und Motorrädern unterwegs sind. Da zudem viele Pisten holprig und mit europäischen Straßen kaum zu vergleichen sind, empfiehlt das Auswärtige Amt dringend, auch im Auto (selbst wenn es die Fahrer der Kleinbusse oft nicht so eng sehen) stets die Sicherheitsgurte anzulegen. Dann kann Man(n) (bzw. Frau!) die Fahrt und das fremdländische Panorama ungetrübt genießen!