Wir alle hoffen, dass es ein großes und friedliches Fußballfest wird. Allerdings sollte – aller Vorfreude und aller Begeisterung zum Trotz -, die Vorsicht nicht außer Acht bleiben: “Südafrika verzeichnet im Vergleich zu Deutschland hohe Kriminalitätsraten, vor allem in den Großstädten und deren Randgebieten”, warnt das Auswärtige Amt und ergänzt, dass dies auch Straftaten unter Anwendung von körperlicher Gewalt einschließt. Daher ist es nicht ausgeschlossen, dass auch deutsche (Fußball)Touristen Ziel und Opfer von Diebstählen, Einbrüchen und Raub werden, wenngleich der überwiegende Teil der Gewaltkriminalität in Gegenden und unter Umständen erfolgt, die Urlauber im Normalfall nicht aufsuchen!
Dennoch empfiehlt das Außenamt eine gute Vorbereitung wie auch vernünftiges, das Risiko minimierendes Verhalten:
So sollten die Innenstädte von Johannesburg, Pretoria, Durban und Kapstadt nach Geschäftsschluss gemieden werden; an Sonn- und Feiertagen sollte man nur in Gruppen in die Innenstädte gehen. Gerade bei Besuchen in Townships ist erhöhte Aufmerksamkeit und Vorsicht angeraten: “Sowohl Stadtbesichtigungen als auch Township-Besuche sollten in organisierter Form und nur mit ortskundiger Führung stattfinden!”
Generell empfiehlt es sich, bei sämtlichen Ausflügen – sei es nun in Nationalparks oder zu urbanen Sehenswürdigkeiten – keine einsam gelegenen Wanderwege zu benutzen und unbelebte Gegenden zu meiden. Einzelreisende sollten sich um “Anschluss”, am besten an eine Reisegruppe, bemühen.
Speziell Taxis werden, wann immer möglich, bei als zuverlässig bekannten Unternehmen reserviert und nicht einfach herangewunken; auch von Fahrten per Anhalter und mit den Minibus-Taxis wird dringend abgeraten.
Wer mit dem Mietwagen unterwegs ist, sollte die Türen stets von innen verriegelt halten. Auch tut man gut daran, Handtaschen, Photoapparate und andere Wertsachen nicht öffentlich sichtbar im Auto liegen zu haben. Ggf. hilft bei Wartezeiten an großen Kreuzungen ein Stopp mit ausreichend Abstand zu anderen Fahrzeugen, der eine Flucht ermöglicht.
Das Land selbst ist äußerst reizvoll und abwechslungsreich und wartet mit weiten Ebenen, sanften Hügeln, Seen und Gebirgen, aber auch einer malerischen Küstenlinie auf. Allerdings muss man als Autofahrer mit Schlaglöchern und anderen Widrigkeiten rechnen, und Tiere auf der Fahrbahn stellen – zumal nach Einbruch der Dunkelheit -, ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellen.
Das Auswärtige Amt empfiehlt schon allein deshalb, für die Dauer des Aufenthaltes ein Mobiltelefon mitzuführen: “Deutsche Mobiltelefone mit Roaming-Funktion können landesweit verwendet werden.”