Am 19. Mai war es so weit: Mit Schnellfeuergewehren ausgerüstete Sicherheitskräfte stürmten den Versammlungsort der außerparlamentarischen Opposition (der so genannten “Rothemden”) in Bangkok (Kreuzung Ratchadamri / Ploenchit Road). Wie befürchtet, floss beim Sturm und der anschließenden Räumung Blut. Und obwohl sich viele der Anführer ergaben, kam es in der Folge zu Brandanschlägen auf mehrere öffentliche Gebäude in Bangkok wie auch in den Provinzen im Norden/Nordosten des Landes.
Hierauf “antwortete” die Regierung wiederum mit einer nächtlichen Ausgangssperre (21 bis 5 Uhr) für Bangkok und 23 Provinzen im Norden/Nordosten des Landes. Diese wurden bis Samstag, den 22. Mai, 5 Uhr, verlängert.
Angesichts der nach wie vor unklaren Sicherheitslage rät das Auswärtige Amt von Reisen nach Bangkok und in den Norden/Nordosten derzeit dringend ab. Wer sich bereits in Bangkok befindet, sollte das Gebiet zwischen den Straßen Phaya Thai, Rama I/Phloen Chit, Withaya/Wireless und Rama IV (siehe dazu auch die Karte auf der Website der Deutschen Botschaft Bangkok unter www.bangkok.diplo.de) sowie Menschenansammlungen und Demonstrationen weiträumig meiden: “Vorsicht ist im gesamten Stadtgebiet geboten.”
“Halten Sie sich über die Medien über die weitere Entwicklung unterrichtet”, rät das Außenamt des Weiteren. Die Nutzung des Bangkoker Flughafens, insbesondere als Transitflughafen für Flüge innerhalb Thailands oder ins Ausland, ist derzeit nicht beeinträchtigt.
Freilich erlaubt die nächtliche Ausgangssperre – entgegen früherer Ankündigungen -, keine Fahrten zwischen Flughafen und Innenstadt. Dennoch eine gute Nachricht am Rande: Die Tourismusregionen im Süden des Landes sind von den Demonstrationen derzeit nicht betroffen.
Update:
Vorsichtige Entspannung in Thailand
Es waren dramatische Bilder, die uns in den vergangenen Wochen erreicht hatten. Dabei gipfelten die Unruhen in und mit der Räumung des Versammlungsortes der so genannten Rothemden (einer außerparlamentarischen Opposition) und den darauf folgenden Brandanschlägen am 19. Mai. Doch nun scheint sich die Sicherheitslage in Bangkok und in den Provinzen im Norden/Nordosten allmählich zu normalisieren:
“Bislang gesperrte Straßen sind am 24. Mai für den Verkehr wieder frei gegeben worden”, erklärt das Auswärtige Amt. Auch der öffentliche Nahverkehr hat seinen Dienst wieder aufgenommen. Dessen ungeachtet, hält die thailändische Regierung jedoch – aus präventiven Gründen, wie es hieß -, die nächtliche Ausgangssperre (24 bis 4 Uhr) für Bangkok und 23 weitere Provinzen im Norden/Nordosten des Landes aufrecht. Zumindest bis Montag, den 31. Mai, 4 Uhr, soll diese Regelung gelten. Zudem finden im Stadtzentrum Bangkoks vereinzelt noch Verkehrskontrollen statt.
Bis zur Aufhebung der nächtlichen Ausgangssperre, rät das Auswärtige Amt von nicht notwendigen Reisen nach Bangkok und in den Norden/Nordosten ab: “Die Nutzung des Bangkoker Flughafens, insbesondere als Transitflughafen für Flüge innerhalb Thailands oder ins Ausland, ist jedoch nicht beeinträchtigt!”