Wenn man an den Urlaub denkt, verbindet man das meist mit Sonne, Strand und Meer, bezaubernden Landschaften, aber auch einem gewissen Wohlfühlfaktor. Immerhin möchte man sich nach dem Urlaub erholt wieder seinen alltäglichen Aufgaben widmen. Es gibt aber auch solche Menschen, denen das zu langweilig ist. Und entgegen aller Erwartungen suchen diese nicht etwa den ultimativen Nervenkitzel beim Abenteuerurlaub oder ähnlichem, sondern gehen die Sache eher ruhig und minimalistisch an. So gibt es zum Beispiel in der slowenischen Hauptstadt Ljubljana ein Hostel, welches früher mal eine Haftanstalt war. Hinter schwedischen Gardinen können Backpacker und andere, eher unempfindlichen Reisende, die Nacht verbringen.
Zwar erinnern in den jeweiligen Räumen – oder sollte man besser Zellen sagen? – noch einige Details an die bewegte Vergangenheit, grundsätzlich wurden sie aber allesamt einer Generalüberholung unterzogen. Das Hostel Celica in Ljubljana wurde vor drei Jahren zum Beispiel zum hippsten Hostel der Welt gekürt, und diese andere Art der Unterkunft hat durchaus ihren Reiz. So wurden die einzelnen Räume zum Beispiel alle von unterschiedlichen Künstlern gestaltet.
Auch in Deutschland gibt es übrigens die Möglichkeit, einmal Knastluft zu schnuppern. So gibt es im ehemaligen Königlich Preußischen Amtsgericht in der Vulkaneifel nicht nur die Möglichkeit, eine echte Henkersmahlzeit zu sich zu nehmen, sondern darüber hinaus auch dort zu nächtigen. Auch in Stockholm und in Luzern gibt es diese zu einem Hotel umgebauten Haftanstalten, die allesamt die Spuren der Vergangenheit in den Umbau der Räumlichkeiten haben einfließen lassen, so dass das „Knast-Feeling“ auch heute noch zu spüren ist.