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Zu Besuch im ältesten Bistum Deutschlands

Das Bistum Trier, benannt nach der gleichnamigen Stadt an der Mosel, gilt als ältestes Bistum Deutschlands und der Dom als die älteste Kirche in unserem Land. Ein mächtiges, wehrhaft wirkendes Bauwerk, vor dessen Portalen eine zerbrochene Säule liegt. Der Domstein, den der Teufel aus Wut über das Gotteshaus den Gläubigen vor die Füße geschleudert hat …

Tatsächlich ist der imposante Dom mitten im Stadtzentrum gelegen und fußläufig gut zu erreichen. Geöffnet ist von November bis März täglich von 6.30 bis 17.30 Uhr und von April bis Oktober täglich von 6.30 bis 18 Uhr. Erbaut wurde der Dom über einer ehemaligen konstantinischen Palastanlage. Nach Konstantins letztem Aufenthalt in Trier im Jahre 328/29 wurde der Palast dann niedergelegt und 330 durch die größte christliche Kirche der Antike überbaut: “Diese war”, so die Tourist-Information, “etwa viermal so groß wie der heutige Dom und bedeckte die Fläche von Dom, Liebfrauen, Domfreihof und anstehenden Häusern mit Gärten und reichte damit fast bis zum Hauptmarkt!”

Auch das heutige Gotteshaus enthält noch einen römischen Kern mit Originalmauern. Nach Zerstörungen im 5. und im 9. Jahrhundert wurde die Anlage durch romanische Anbauten erweitert – heute zeigt der Dom mit seinen drei Krypten, seinem Kreuzgang, der Domschatzkammer und der Heiltumskammer Architektur und Kunst aus einer Zeitspanne von über 1650 Jahren,

Die kostbarste Reliquie des Trierer Domes ist der Heilige Rock, die als Tunika Jesu Christi gilt. Der Überlieferung nach, brachte die Kaisermutter Helena das ungeteilte Gewand des Erlösers nach Trier. Erstmals erwähnt wird der Heilige Rock im 11. Jahrhundert; seitdem gilt Trier als bedeutender Wallfahrtsort. Weitere Informationen zum Dom finden sich auch unter einer eigenen Webseite auf www.trierer-dom.de.

Der Eintritt in den Dom ist übrigens frei. Führungen für Einzelgäste im Dom und in der Liebfrauenkirche (vom 1. April bis 31. Oktober täglich um 14 Uhr, Dauer: 1 Stunde) kosten für Erwachsene 3 Euro. Für Kinder, Familien und Rollstuhlfahrer gibt es Ermäßigungen. Der Internet-Auftritt der Stadt bietet übrigens komfortable Suchfunktionen (“Übernachtungen”/”Essen & Trinken”) für Touristen.

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© flickr.com/ gmancgn 2010

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